Briefkästen

Briefmarken braucht man, will man etwas mit der Post oder einem Briefzustelldienst verschicken. Die Briefmarke, auch Postwertzeichen genannt ist aus Papier, meist rechteckig und auf der Rückseite gummiert. Die aufgedruckte Zahl symbolisiert den Wert, den die Briefmarke hat. Damit ist es einfach möglich, einen Brief zu Hause, wann immer man will, fertig zu machen und dann in öffentliche Briefkästen oder Briefkastenanlagen zu werfen. Der Preis für die Beförderung wurde bereits im Voraus bezahlt, der Absender ist nicht an irgendwelche Öffnungszeiten gebunden und dem Transport in die Briefkästen der Empfänger steht nun nichts mehr im Wege.

Die erste Briefmarke der Welt gab es 1840 im Vereinigten Königreich. Der schottische Buchhändler Rowland Hill machte der schottischen Regierung 1838 einen Vorschlag zur Vereinfachung des Postwesens. Wahrscheinlich wurde dieser Vorschlag von Sir Rowland Hill, der von der Regierung mit der Reform des Postwesens betraut war, aufgegriffen und in seine Postreform mit einbezogen. Vorläufer dieser Briefmarke gab es viele. Der Pächter der Pariser Stadtpost entwickelte bereits 1653 einen briefmarkenähnlichen Gebührenstreifen aus Papier, der mit Klammern oder Faden am Brief befestigt wurde, Billet de port payé hieß dieses Papier.

Die Idee damals war es, die Gebühren nicht mehr vom Empfänger bezahlen zu lassen, sondern vom Absender, ein erstes Prepaid-System also. Damit wurde auch das Briefporto gesenkt und die Versendung einfacher gemacht, sodass es nicht nur den reichen Personen der Gesellschaft vorbehalten war, Briefe zu verschicken. Das System machte auf der ganzen Welt Furore, viele Postsendungen, die in einer Briefkastenanlage landen, haben noch immer Briefmarken aufgeklebt, obwohl auch mehr und mehr zu Freistempelungen übergegangen wird.